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Tageblatt für den Kreis Steinfurt (27.11.2008)
Grenzland Wochenpost (04.12.2008)

Lamberti-Mark spendet der Kinderkrebshilfe 550 Euro

Nach seinem Jubiläumsschützenfest zum 100-jährigen Bestehen hat es sich der Schützenverein Lamberti-Mark nicht nehmen lassen wollen, am Schicksal derer Anteil zu nehmen, die nicht nur schönen Seiten des Lebens kennen. Darum wurden Überschüsse aus dem Throngeld sowie Umlagen des Festvorstandes, die die amtierenden Majestäten König Ewald Dankbar und Kaiser Rainer Engbers großzügig aufgestockt haben, als Spende in Höhe von 550 Euro der Kinderkrebshilfe Münster übergeben. Das Foto zeigt eine Vertreterin der Kinderkrebshilfe im Kreis der Majestäten und des Festvorstandes des Schützenvereins bei der Übergabe. (Foto: Ransmann)


Tageblatt für den Kreis Steinfurt (16.10.2008)

Lamberti-Mark weiht Geschenk ein

Ochtrup. Der Schützenverein Lamberti-Mark hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung am Sonntag das Jubiläumsgeschenk der Ochtruper Schützenvereine eingeweiht. Der mit Sekt gefüllte Pokal, den der Verein zum 100. Geburtstag erhalten hat, machte genau wie vor 25 Jahren die Runde. Knapp 90 Mitglieder waren zur Versammlung in die Gaststätte „Zur Erholung" gekommen. Der Vereinsvorsitzende Rainer Engbers bedankte sich noch einmal bei allen Beteiligten, Helfern und Spendern für die Unterstützung beim Jubiläum.

Seit der vergangenen Generalversammlung haben die Lamberti-Mark-Schützen noch einmal reichlich Zulauf erfahren. Sie haben 19 junge Schützen neu aufgenommen.

Auch 2009 beteiligt sich Lamberti-Mark mit einem selbst gebauten Karnevalswagen am Rosenmontagsumzug.

Eine Sammlung für das vereineigene Ehrenmal ergab eine stattliche Summe und war auch der Schlusspunkt der Mitgliederversammlung.

Der Verein hat folgende Termine im Kalender: 12. Dezember (Freitag): Vorstandssitzung, Gaststätte Bücker. 18. Januar: Generalversammlung. 7. Februar: Winterfest. 22. Februar: Vorstellung des Karnevalswagens.


Tageblatt für den Kreis Steinfurt (14.09.2008)

Die Majestäten marschieren

- lz- Ochtrup. Alle Majestäten der Ochtruper Schützenvereine trafen sich am Samstagmorgen samt Gefolge vor der Gaststätte Schwartbeck zum großen Festmarsch in Richtung Stadthalle. Viele Zuschauer säumten die Weinerstraße, was ein wenig an den alljährlichen Rosenmontagsumzug erinnerte.

So bejubelt marschierte der etwa 150 Meter lange Zug in die Stadthalle ein, in der Bürgermeister Franz-Josef Melis und die Vertreter der Fraktionen im Stadtrat bereits warteten und ihre Gäste begrüßten. Melis bedankte sich bei allen 15 Schützenvereinen für ihr gemeinnütziges Engagement, mit dem sie den gesellschaftlichen Pulsschlag der Stadt Ochtrup deutlich mitbestimmten. Außerdem führe die Pflege identitätsstiftenden Brauchtums automatisch zu mehr Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt. Der Dank galt außerdem dem Spielmannszug Lamberti und der Stadtkapelle, die die Veranstaltung musikalisch begleiteten.

Die Majestäten der Töpferstadt feierten anschließend noch bis in den Nachmittag hinein und ließen bei dieser Gelegenheit auch die vergangen Schützenfeste noch einmal in lockerer Runde Revue passieren.

Nach einem gelungenen Festjahr fällt das Lächeln leicht: die Schützen am Samstag vor der Stadthalle. (Foto: Zanders)


Tageblatt für den Kreis Steinfurt (27.08.2008)

Nervig wie Verkehrslärm?

Ochtrup. Wenn Bürgermeister Franz-Josef Melis das Ochtruper Schützenwesen „als berechenbaren Lärm" und den Verkehr auf der Gronauer Straße als „permanenten Lärm" bezeichnet, dürften besonders die Schützenvereine hellhörig werden. Doch um Lärm und Belästigung ging es letztendlich in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am Montagabend.

Dass ausgelassene Schützen nicht auf leisen Sohlen daherkommen, ist bekannt. Nur kann sich ein Verein rechtlich auf die Traditionspflege berufen, wenn es einem Anwohner zu laut wird?

Der konkrete Fall: das ausgewiesene Baugebiet östlich des Pröpstingwegs, in dessen unmittelbarer Nähe der Schützenverein Lamberti-Mark und dessen Spielmannszug zwei Mal im Jahr zünftig feiern. Baudezernent Ulrich Koke schlug deshalb vor, damit künftige Häuslebauer dort nicht eine Überraschung erleben, im Flächennutzungsplan den Schützenplatz als eben solchen zu markieren.

Hermann Holtmann von der FDP nannte dies ein „juristisches Placebo". Anlieger, die 20 Meter vom Schützenplatz wohnten und nicht an der Vereinsfreude teilnehmen wollten, könnten, so Holtmann, „für erheblichen Ärger sorgen". Der Liberale stellte zudem das Baugebiet generell in Frage: „Wir haben in Ochtrup 130 Bauplätze, von denen bis Juni nur 18 vergeben waren."

Hajo Steffers von der CDU begrüßte dagegen den künftigen Hinweis im Flächennutzungsplan: „Sicherlich entscheiden die Gerichte bei Anwohnerbeschwerden mal so oder so", aber von Bauwilligen müsse erwartet werden, dass sie „auch lesen können und somit wissen, dass da auch Lärm ist".

Bürgermeister Franz-Josef Melis wollte am Montag die potenzielle Lärmbelästigung nicht allein am Pröpstingweg festmachen: „Die haben wir allenthalben - bis in die Bauerschaften hinein."

Bernhard Dinkhoff (SPD) brachte den Gedanken ins Spiel, ob „Schützenvereine nicht Bestandsschutz wie Gewerbebetriebe haben." Kurze Antwort des Baudezernenten „Nein."

Obwohl am Montag im Ausschuss die Meinung vorherrschte, eine Änderung im Flächennutzungsplan - sozusagen „Warnung! Schützenfestplatz!" - habe juristisch wenig Bestand, segneten die Mitglieder die Ergänzung mehrheitlich ab.

VON JÜRGEN BONSIEPEN


Tageblatt für den Kreis Steinfurt (08.07.2008)

"Ein Schub für das nächste Fest"

Ochtrup. Am Dienstag klingt das Jubiläumsschützenfest von Lamberti-Mark aus. Am Montagabend wurden im 1200-Quadratmeter-Zelt noch einmal viele, viele Gäste erwartet. 200 von König Ewald Dankbar und mindestens noch einmal so viele von Kaiser Rainer Engbers. „Die Hütte brummt", war sich Schriftführer Herbert Intfeld sicher. „Das Zelt wird heute Abend platzen", sagte Guido Eschhues, Oberst im Festvorstand.

Links:
Diesem Zuschauer ist die Spannung anzusehen.





Rechts:
Die paar Schauer am Montag konnten den Zuschauern die gute Laune nicht verderben.

Intfeld und Eschhues zogen am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung ein erstes Fazit: „Der Zusammenhalt ist gigantisch", sagte Intfeld. „Wir freuen uns, dass alle so toll mitgezogen haben." Bei diesem Lob wolle er gerade auch die Frauen nicht vergessen, ergänzte Intfeld. Und Guido Eschhues fügte hinzu: „Besser ging es gar nicht. Das Wetter war klasse, davon haben wir geträumt." Er betonte auch die große Resonanz der Gastvereine. „Alle waren stark vertreten", freute sich der Oberst.
Daraus wird möglicherweise auch ein neuer Kontakt entstehen: Der Bürgerschützenverein Metelen hat vorgeschlagen, sich gegenseitig mit Abordnungen zu besuchen. „Die Schützenvereine müssen verbunden bleiben. Es wird ja alles nicht einfacher", freute sich Herbert Intfeld über die Anregung.
„Dieses Jubiläum wird uns einen Schub für das nächste Schützenfest geben, davon bin ich überzeugt", sagte Intfeld. Im Verein baut man darauf, dass das Ereignis neue Interessenten anlockt. Erfolge gibt es schon: Binnen kürzester Zeit hat der Verein zehn neue Mitglieder aufgenommen.

Von Andreas Löbbe

Martin Zurkuhl räumt Instrumente weg.


Tageblatt für den Kreis Steinfurt (08.07.2008)

Hallo, Herr Kaiser! Engbers hat es geschafft

Ochtrup. Rainer Engbers sagte kein Wort. Er jubelte nicht, er schrie nicht, sein Gesicht zeigte keine Regung. Da war nur diese eine Geste: Er drehte sich zum Publikum und hob die Arme. Für Sekunden. Solche Momente sagen manchmal so viel mehr. Rainer Engbers genoss den Moment, saugte die Sekunden in sich auf, in denen der Triumph noch wirkte. Dann drückte ihn der erste Gratulant mit einer krachenden Umarmung an sich.
Es war 13.11 Uhr als am Montag der Vogel im Austeresch splitternd von der Stange rauschte. „Etwa 160 Schuss" hatte Schießwart Alfred Wortmann gezählt, und mit dem letzten hatte sich Rainer Engbers einen Traum erfüllt: Der erste Vorsitzende des Schützenvereins Lamberti-Mark ist Jubiläumskaiser. An seiner Seite: Ehefau Maria.
Es war der vorerst letzte Titel in der Sammlung von Rainer Engbers: 1998 war er König, zuvor Jugendkettenkönig, später Pokalkönig, Oberst war er und Fahnenoffizier, seit 2005 ist er erster Vorsitzender, jetzt also auch Kaiser. Mehr geht fast nicht. Das Besondere für ihn: Schon sein Vater Willi Engbers war Kaiser. Der ließ sich 1984 mit seiner Frau Luzie krönen.
Irgendwann entspannten sich die Gesichtszüge des Rainer Engbers, der stille Moment des Sieges hatte längst für die rund 400 Besucher zwischen Bierstand, Kapellenpavillon und Festzelt Platz gemacht. Der Festvorstand ließ den Kaiser hochleben. „Man kann nicht sagen, wie man sich währenddessen fühlt", sagte er über das Schießen. „Angespannt war ich nicht", behauptete er. Kann Mimik so sehr täuschen?
Bei Alfred Timmermeester, König von 1976, jedenfalls nicht: „Ich bin enttäuscht", gab der erste Platzwart, der seit 45 Jahren Mitglied im Lamberti-Mark-Vorstand ist, unumwunden zu. Er zählte neben Rainer Engbers, dem zweiten Vorsitzenden Hermann Ehling (König 1990) und dem zweiten Gerätewart Norbert Dörken (2004) zu den vier Anwärtern. Seine gute Laune war damit aber nicht klein zu kriegen: „Heute Abend feiern wir schön", sagte der 62-Jährige, der sowohl den Königs- als auch den Kaiservogel selbst gebaut hatte. „Das ist kein Vorteil", sagte Alfred Timmermeester übrigens auf Nachfrage.
Etwas Ernüchterung lag auch bei Norbert Dörken und Hermann Ehling in der Luft. „Aber das legt sich schnell", sagte Dörken. „Es wäre natürlich das i-Tüpfelchen gewesen, gerade im Jubiläumsjahr." Auch Hermann Ehling, seit sechs Jahren zweiter Vorsitzender, hatte sich den Titel gewünscht. „Wenn man am Schießstand in der Reihe steht und es nicht schafft, ist man natürlich enttäuscht", sagte er. Aber mit verblüffender Einfachheit legte er die Gesetzmäßigkeit des Kaiserschießens dar: „Kaiser wird der, der den Vogel herunterholt."

Von Andreas Löbbe

Rätselraten bei den Zuschauern: Wer macht das Rennen? Rund 160 Schuss später ist die Entscheidung gefallen.
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Jubel bei Rainer Engbers (r.): Kurz nach dem Kaiserschuss gratuliert sein Nachbar Heinz Kockmann, ehemaliger König von Langenhorst.Fotos: Christian Weiss
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Fällt der Vogel schon? Die Kaiseranwärter Alfred Timmermeester (vorn), Norbert Dörken (2.v.l.) und Hermann Ehling beobachten ganz genau, wie es um den Holzvogel bestellt ist.

Küsschen von Ehefrau Maria: „Wir haben alle gedacht: 50 Schuss gehen auf den Vogel sicher noch drauf", sagte Rainer Engbers später.


 

Münstersche Zeitung (08.07.2008)

Rainer Engbers ist Jubelkaiser - Lamberti-Mark Schützen freuen sich mit ihrem Vorsitzenden

OCHTRUP • Damit hatte niemand gerechnet, beim Kaiserschießen der Lamberti-Mark am Montagmorgen. Am wenigsten Rainer Engbers selbst.
Eigentlich wollten die Schützen gerade eine Schusspause einläuten, als der Vorsitzende Engbers ein letztes Mal beherzt zum Gewehr griff und mit dem 160. Schuss ganz unverhofft um 13.16 Uhr den Vogel von der Stange holte.
„Wir hatten alle gedacht, 50 Schuss hält der Vogel mindestens noch aus" sagte Rainer Engbers glücklich, aber auch überrascht. "Es ist zwar nicht die Krönung meiner Vereinskarriere, aber die Freude überwiegt trotzdem."
Mit dem Titel als Jubelkaiser steht Rainer Engbers ganz in der Tradition seines Vaters Willi. Denn auch der hatte zum Jubiläum 1984 den Kaiservogel von der Stange geholt. "So etwas hatten wir im Verein auch noch nicht so oft, dass

Rainer Engbers (Mitte) heißt der Jubiläumskaiser zum 100. Geburtstag des Schützenvereins Lamberti-Mark. Der Vorsitzende holte mit dem 160. Schuss den Vogel von der Stange - um 13.16 Uhr fiel er. MZ-Foto Fabian Schöpke

eine Person die Position des Kaisers und Vorsitzenden übernimmt", sagte Schriftführer Herbert Intfeld (Foto). "Dennoch, Engbers ist ein sehr guter Vorsitzender, dass er nun das Amt des Kaisers übernimmt, ist überhaupt kein Grund an seinem Stuhl zu rütteln. Und so fest wie die Schützenbrüder hinter ihrem neuen Kaiser stehen, so erfreut sind sie über den guten Verlauf der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen und die Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahrzehnten. "Wir sind stets gewachsen und haben heute eine gesunde Mischung aus jungen und alten Schützen", so Intfeld. Der dies vor allem dem Zuspruch der Familien aus den Neubaugebieten geschuldet sieht.

"Wir sprechen regelmäßig neue Bewohner des Vereinsbezirks an. Und das Jubiläum hat uns zusätzliche Mitglieder und einen hohen Zuspruch in der Bevölkerung eingebracht." Diese gute Stimmung wollen die Schützen mit in die nächsten Jahre nehmen, um das Schützenwesen in Ochtrup weiterhin aktiv und mit viel Spaß an der Sache weiterzuführen.
Allen voran natürlich die Vorarbeiten für das Jubiläum, so wie die rege Beteiligung und der unermüdliche Arbeitseinsatz aller Schützenfamilien sei es zu verdanken, dass der Verein solch einen Aufschwung nehmen konnte, so Herbert Infeld. Der sich dann noch einmal ausdrücklich für die positive Resonanz der Bevölkerung, Freunde und Nachbarvereine bedankte. Die dieses Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Lamberti-Mark Schützen gemacht haben.

Fabian Schöpke

Viel Beifall spendeten die Lamberti-Mark-Mitglieder den Jubiläums-Organisatoren. MZ-Foto Fabian Schöpke